04.20.08

Selbstvorwürfe

Veröffentlicht in Depressionen, Kurzandachten, Persönliche Ermutigung tagged , , , , , , um 9:41 Uhr vormittags von daswort

Wir alle machen Fehler; Wir sind keine perfekten Menschen. Manchmal tun wir Dinge, die wir hinterher bereuen. Sei es, weil wir aus Unwissenheit gehandelt haben oder weil wir wenig Erfahrung haben. Man kann aber aus Fehlern lernen. Da wir beim ‘nächsten mal’ alles richtig machen wollen, fangen wir automatisch an die ganze Situation zu durchdenken, um herauszufinden wie man es hätte besser machen können. Dabei kann es passieren, dass wir uns Vorwürfe machen wie: “Wenn ich das, oder jenes so oder so gemacht hätte…”, “Ich hätte das doch eigentlich so machen müssen…”… Wenn wir aber anfangen, Immer und immer wieder die Situation zu durchdenken und uns wegen unserem Fehlverhalten Vorwürfe machen, dann werden wir uns schließlich schlecht fühlen, es zieht uns herunter. Die Frage ist, ob dieser Gedankenkreis, indem wir verstrickt sind hilfreich ist, oder den Tatsachen entspricht; verlangt das Gott überhaupt von uns?

Meistens ist man im Nachhinein klüger. Wir sollten also nicht vergessen, dass wir in dem Moment so gehandelt haben, weil wir es nur so gewusst haben, oder es nur so für richtig hielten. Nur Gott ist allwissend über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Wir nicht, deshalb machen wir auch immer wieder Fehler und treffen falsche Entscheidungen, und das tun auch andere Menschen.

Außerdem können unsere Fehler/Sünden die Absichten des allmächtigen Gottes nicht durchkreuzen. Gott ist souverän und er steht über allem. Er hat die Kontrolle über die Schöpfung und deren Erhaltung, über die Regierung, lenkt das Leben oder Schicksal jedes einzelnen Menschen. Er übt diese Macht nicht aus weiter Ferne und anonym aus, sondern er zeigt persönliches Interesse an jedem Menschen. Er kennt die kleinsten Details aus unserem Leben. Dass Gott die höchste Kontrolle über alle Dinge hat, befreit uns nicht von unserer Verantwortung für unser Handeln. (Mt 12,36; Röm 14,12) Wir können aber unsere Fehler/Sünden eingestehen und sie dem Allerhöchsten bekennen, er ist treu und gerecht, dass er sie uns vergibt. Er hat für diese Schuld schon am Kreuz für uns bezahlt. Die Erlösung von den Sünden ist auf der einen Seite entgültig und auf der anderen Seite noch nicht vollkommen. Aber wir können versuchen, mit Gottes Hilfe, sie in Zukunft nicht mehr zu machen. Auch können wir versuchen den Fehler wieder in Ordnung zu bringen, aber wir sollten uns deswegen nicht mehr verurteilen, denn Jesus Christus hat unsere Sünden auf sich genommen, und uns sind sie vergeben. Wir dürfen die ganze Sache vergessen und hinter uns lassen; Wir können uns so ansehen, wie er uns auch ansieht.

1. Johannes 1, 9: “Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.”

Kommentar schreiben